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Skulpturen u. Plastiken

Visualisierung der Kommunikation

innerhalb der Lehr-Lernsituation

2019

Während der Anfertigung der Abschlussarbeit war die Art und Weise wie der Kommunikationsaustausch innerhalb einer Lehr- Lernsituation in Form von einer Kombination von Licht, Schatten, Plastik und Skulptur dargestellt werden kann von großer Interesse. Dabei sollte der Rezipient sich nicht als ein außenstehender Beobachter wahrnehmen, sondern sollte bewusst durch sein „Sein“ (geistig/weltlich) Einfluss auf das Gesamtkonzept nehmen. Mit Hilfe von auf hölzernen Sockeln (Eichen-Eisenbahnschwellen) ruhenden, handgetöpferte Kopfbüsten soll eine Gesellschaft dargestellt werden, welche durch einen roten Lichtstrang durch ein genau ausgerichteten Spiegelungseffekt einander verbunden sind. Dabei soll entscheidend sein, dass die Verbindung durch den Lichtstrang nicht nur aus den Augen der Büsten sondern auch durch Ohr, Mund und Nase erfolgen soll, um zu verdeutlichen, dass die Kommunikation nicht nur über EINEN menschlichen Sinn stattfindet. Vielmehr sollen alle Sinne unterstrichen und dargestellt werden.

Durch die im Raum verteilten Büsten führt der rote Lichtstrang „quer“ durch den Raum, sodass durch den Standpunkt und der Perspektive des Rezipienten Einfluss auf das Gesamtbildnis genommen wird. Durch die Betrachtung kann es zur Unterbrechung des roten Lichtstrahls kommen und somit zur „Störung“ der inszenierten Lehr- Lernsituation. Oder aber durch das aktive Beobachten und Rezipieren des Gesehenen die Situation innerhalb des Raumes durch den Beobachter „belebt“ werden. Die Büsten selbst sind aus Ton freihand getöpfert, damit ein theologischer Bezug auf die zweite Schöpfungsgeschichte Gen 2, 7 vorgenommen werden kann. In diesem wird berichtet, das der Mensch aus Erde geschaffen ist und aufgrund der unterschiedlichen Tonsorten und Abtrocknungszeiten entstanden schon während der Fertigung innerhalb des Arbeitsprozesses ganz individuelle Büsten. Letztlich unterstreicht diese Gegebenheit die Vielfalt innerhalb unseres Seins. Die Farbe Rot des Lichtes spielt in der Gesamtszenerie eine entscheidende Rolle. Verbunden in unserer theologischen, wie evolutionären Geschöpflichkeit haben wir ein weiteres Merkmal gemeinsam. Ein jeder von uns wird durch das eigene - ROTE - Blut durch seinen Adern „zum Leben erweckt“ und „am Leben erhalten“. Dieses rote, sehr aktive Licht soll stellvertretend für unsere Gemeinsamkeit und Aktivität zueinander stehen. Handwerklich ungünstig, theologisch sinnvoll ist dabei der Aspekt, das keiner der Büsten in einem kompletten Stück gebrannt (1000C°) wurde und somit schon vor dem Brennen bewusst „Schäden“ eingeplant und verursacht wurden. Zudem sind während der Trocknung Dehnungsrisse aufgetreten die jedoch innerhalb dieser Abschlussarbeit erwünscht waren. Denn wären alle Büsten in ihrer Gänze komplett und in einem Stück geblieben so wäre es doch aus theologischer Sicht eine Anmaßung gegenüber der Schöpfung des Herrn.

Nach Hans Dieter Huber wird innerhalb dieser Abschlussarbeit somit das Unbestimmte, nicht zuletzt durch das rote Licht und die Position der Rezipienten, zum Bestimmten und nach Wolfgang Kemp´s rezeptionsästhetischen Ansatz die Gesamtszenerie erst im Kopf des Betrachters zusammengefügt. Denn das eigentlich Unsichtbare, nämlich die Information selbst und ihr Austausch wird erst innerhalb der Gesamtkonzeption und durch das Rezipieren begreifbar, sichtbar aber dennoch in einem gewissen Maße unbestimmt. Durch die eigenen ausgeführten ästhetischen Operationen nach Pierangelo Maset ist aus der Inspiration eines vorhergegangenen Werkes eines Künstlers durch die Anwendung ästhetischer Strategien etwas ganz Eigenes, Neues und in Bezug zu den biblischen Quellen doch altbekanntes wieder-/entdeckt.

 

 

 

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